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Fritz Stahl ist Max-Fürst-Preisträger 2021


Mit der einstimmigen Entscheidung, unseren Altoberbürgermeister und unser Ehrenmitglied Fritz Stahl (Foto:Pültz) mit dem Max-Fürst-Preis 2021 auszuzeichnen, wollen wir die Verdienste, die sich Fritz Stahl in seiner Zeit als Oberbürgermeister, aber auch davor und danach für die Geschichtsforschung im Allgemeinen sowie für die Unterstützung des Historischen Vereins und das Heimathaus mit dem Stadtmuseum im Besonderen erworben hat, würdigen.
Er hatte nicht nur für diese Belange stets ein offenes Ohr, er hat sich dafür auch tatkräftig eingesetzt; außerdem hat er mit Vorträgen die Heimatforschung selbst betrieben. Ich denke nur an seine Vorträge über die Geschichte der evangelischen Kirche in Traunstein (2017), die Bombardierung der Stadt und das Ende des Krieges in Traunstein in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, den er vor sechs Jahren bereits gehalten hatte und 2020 wieder in aktualisierter Form halten wollte; leider ist dieser den Corona-bedingten Beschränkungen zum Opfer gefallen, doch die Veranstalter hoffen, ihn baldmöglichst nachzuholen.

(siehe Rundschreiben Februar 2021)

Fitz Stahl


Heimathaus1Ein Jahr vor der Gründung des Historischen Vereins wurde das städtische Museum Traunstein errichtet. Viele Sammlungsgegenstände waren 1851 beim großen Stadtbrand vernichtet worden. Und genau 100 Jahre nach dieser für Traunstein so einschneidenden Katastrophe hat der Stadtrat auf Vorschlag des Historischen Vereins beschlossen, eine „Stiftung Heimathaus“ zu errichten. Als Vermögen wurden eingebracht: Die Anwesen Stadtplatz 2 und 3 (Brothausturm und die von der Familie Angerer gestiftete Zieglerwirtschaft mit Inventar, Sammelstücken und Büchern (ausgenommen den Bestand des städtischen Archivs). Der Historische Verein brachte weitere Sammlungsstücke und Bücher ein. Zweck der Stiftung ist „ausschließlich und unmittelbar … die Pflege des heimatgeschichtlichen Gutes und die Förderung der heimatgeschichtlichen Forschung zum allgemeinen Nutzen sowie die Erhaltung des Heimathauses als Heimatmuseum und als Heimstätte für geschichts- und kunstwissenschaftliche Ausstellungen und Zusammenkünfte“, wie es im Paragraf 2 der Satzung heißt.

Vor allem aber soll die Stiftung dem Andenken des Architekten Dipl.-Ing. Josef Angerer (+ 1918) gewidmet sein, dessen Name die in der Außenmauer des Heimathauses eingelassene Steintafel verewigt. Seiner Mutter Elisabeth hat 1918/19 das heiamthaus im Sinne ihres Sohne des Stadt Traunstein überlassen, womit der Grundstock für die Stiftung gelegt wurde.

Der Stiftungsvorstand besteht aus dem Oberbürgermeister der Stadt Traunstein, dem Stadtkämmerer, der auch Stiftungsvorsitzender ist, dem jeweiligen Vorsitzenden des Historischen Vereins für den Chiemgau zu Traunstein und einem Mitglied des Historischen Vereins, das gewählt wird.

Weitere Infos finden Sie auf der Website des Heimathauses:  https://heimathaus-traunstein.de/

 


Stadt- und regionalgeschichtliche Sammlungen & SpielzeugmuseumIm sogenannten Brothausturm und dem historischen Zieglerwirtsanwesen ist das Traunsteiner Stadt- und Spielzeugmuseum untergebracht. Das anschließende grüne Gebäude (ehemaliges Mayer-Haus) hat die Stadt erworben, um es dereinst der Stiftung Heimathaus für eine Erweiterung des Museums zur Verfügung zu stellen. (Foto: Helmberger)

Die stadtgeschichtlichen Sammlungen und das Spielzeugmuseum befinden sich in einem der ältesten Baudenkmäler Traunsteins

In einem urkundlich erstmals 1572 erwähnten Bürgerhaus, dem sogenannten Ziegleranwesen, das bis in das frühe 20. Jahrhundert eine Wirtschaft beherbergte und dem benachbarten Brothausturm werden auf insgesamt vier Etagen mit insgesamt 750 Quadratmetern Ausstellungsfläche über 3.500 Exponate präsentiert.

Die Bestände reichen von der Vor- und Frühgeschichte zur Stadtgeschichte bis in die Neuzeit. Schwerpunkte liegen hier mit den Bereichen Saline und Handwerk zum einen auf dem Wirtschaftsleben der Stadt. Zum anderen stellt das liebevoll arrangierte Museum Gemälde, sakrale Kunst, vielfältige Zeugnisse des Volksglaubens sowie die bürgerliche und bäuerliche Kultur des Chiemgaus vor. 

Interessant ist auch die Abteilung mit Portraitmalerei im Übergang vom Barock zur Biedermeierzeit, denn hier begegnet man vielen Traunsteiner Gesichtern von einst.

In regelmäßigen Abständen werden jährlich 3-4 Sonderausstellungen gezeigt. 

Das Spielzeugmuseum hat eine eigene Website: http://www.spielzeugmuseum-traunstein.de/


Präsenzbibliothek im Heimathaus
 
Die Bibliothek des Heimathauses, betreut von Werner Paul Hellmuth und Helmut Kölbl, verfügt momentan über rund 2600 Bände - antiquarische und jüngere Exemplare, vor allem zu heimatkundlichen Themen aus dem gesamten Chiemgau und Rupertiwinkel, aber auch Bayern. Dabei handelt es sich um eine Präsenzbibliothek, das heißt, dass die Bücher zwar eingesehen, allerdings nicht ausgeliehen werden können. Für heimatkundlich Interessierte oder Heimatforscher eine wahre Fundgrube! Die Bibliotheksbetreuer sind jeweils am Mittwoch im Hause, an diesen Tagen ist auch eine Besichtigung in der Zieglerwirtsstube möglich. Empfehlenswert ist vorherige Anmeldung während der bekannten Öffnungszeiten unter Tel. 0861/164786. Empfehlenswert ist die Angabe des gewünschten Themenkomplexes, damit die Bibliotheksbetreuer sich vorbereiten können.

siehe auch Beitrag von Hans Helmberger 2017


Heimathaus-EingangAnschrift: 
Heimathaus 
Stadtplatz 2 - 3 
83278 Traunstein
E-Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: +49 (0)8 61 / 16 47 86

Öffnungszeiten:  Das Heimathaus öffnet weider am 22. Mai 2020
April - Oktober (und Adventszeit geöffnet)
Di - Sa:    10 - 15 Uhr
Sonntag:  10 - 16 Uhr
Eintritt frei!

Leiter des Heimathauses:
Dr. Jürgen Eminger 

 

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